Tipp 3_Halsentzündung Schnee - Tierarzt Wien

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FAQ - Frag´ Deine Tierärztin!

Mein Hund schleckt und frisst gerne Schnee. Bekommt er davon Halsprobleme? Wie erkenne ich Husten und Rachentzündung? Und wie gefährlich ist Streusalz für die Pfoten?

Der Herbst hat uns mit seinem nass-kalten Wetter fest im Griff. Viele Hunde kommen jetzt mit für diese Jahreszeit typischen Problemen zu uns., nämlich Husten, Halsweh und Mandelentzündung: Husten beim Hund wird oft mit erbrechen verwechselt. Meist wird in kurzen Abständen weißer Schaum oder klare Flüssigkeit hochgewürgt. Durch leichten Druck auf den Kehlkopf lässt sich das Husten  provozieren, wenn eine Rachenentzündung vorliegt.

Bei der Untersuchung fällt ein geröteter, entzündeter Rachen auf, Schleim, vergrößerte Mandeln und ev. vergrößerte Lymphknoten. Fieber haben betroffene Tiere meist nicht und der Appetit ist, außer bei sehr starken Halsschmerzen, erhalten. Viele Hunde wollen, wenn sie Halsschmerzen haben, vermehrt Gras fressen. Das sollte man nach Möglichkeit verhindern, weil das Gras beim Abschlucken den Rachen noch zusätzlich reizt.

Auch Schnee fressen bzw. schlecken führt regelmäßig zu Problemen. In der Stadt ist der Schnee ja leider meist mit Streusalz vermischt und kann ebenfalls zu Rachenproblemen und Halsschmerzen führen. Auch Erbrechen und Durchfall sehen wir häufig nach Schneefressen.

Die Behandlung besteht aus lokal desinfizierender und entzündungshemmender Therapie, Steigerung des Immunsystems, Schleimlösung, etc. Bei schwererem Verlauf, z.B. einer Bronchitis oder Lungenentzündung kommen auch Antibiotika zum Einsatz. Hunde mit Husten und Halsschmerzen sollten auch statt einem Halsband, ein Brustgeschirr tragen, damit kein zusätzlicher Druck auf den Hals ausgeübt wird.

Pododermatitis, Entzündungen an Fußsohlen und Pfotenballen:

Streusalz und andere Auftaumittel sind sehr reizend für die empfindliche Sohlenhaut zwischen den Pfotenballen. Nach jedem Spaziergang sollten die Pfoten sorgfältig abgespült und getrocknet werden. Es gibt diverse Pflegecremen für die Pfoten im Winter, um Die Ballenhaut elastisch und geschmeidig zu halten. Pfotenschutzschuhe sind ebenfalls gut geeignet, den schmerzhaften Entzündungen an den Pfoten vorzubeugen.

Bei schweren Entzündungen an den Pfoten müssen wir gepolsterte Salbenverbände anlegen. Diese werden dann alle 2-3 Tage gewechselt, bis die Entzündung abgeklungen ist. Man muss darauf achten, dass die Verbände nicht nass werden!! Ein nasser Verband sollte umgehend gewechselt werden. Daher sollten die Verbände zum Rausgehen mit Gummischuhen, Plastiksackerln o.ä. geschützt werden. Auch das Schlecken an den Fußsohlen, wenn die Pfoten ohne Verband sind, sollte unbedingt verhindert werden. Die Bakterien im Speichel verschlimmern die Entzündung.

Wir wünschen schöne, kalt, nebelige Herbstspaziergänge mit fitten und gesunden Wuffis :)

NOCH MEHR FRAGEN? HIER LANG.

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